FAQs
Bitte beachten Sie, dass das international unter der Bezeichnung “Phoslock” vertriebene Produkt in Deutschland ausschließlich unter der Bezeichnung „Bentophos“ und von der Bentophos GmbH vertrieben wird.

Frequently Asked Questions (FAQ's) & Answers

Über das Produkt

Verwendung und Ausbringung von Phoslock (Bentophos in Deutschland)

Hintergrundinformationen

Über das Produkt

Was ist Phoslock (Bentophos in Deutschland)?

Granular-2-4_bis.jpgPhoslock (Bentophos in Deutschland) ist eine modifizierte Kleierde, die in der Lage ist, gelöstes Phosphat in allen eutrophierten Wasserkörpern ob Süß-, Brack- oder Salzwasser zu binden. Dadurch wird die Menge an verfügbaren Phosphor in dem Wasserkörper verringert, was wiederum zu kleineren Algenblüten führt.
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Aus welchen Materialien besteht Phoslock (Bentophos in Deutschland)?

Phoslock (Bentophos in Deutschland) ist aus natürlich vorkommenden Komponenten hergestellt. Der Produktionsprozess beinhaltet die Verbindung einer Kleierde (bentonit) mit einem Seltene Erden Element (lanthan). Das Lanthan ist in der Struktur des Bentonits eingebettet und bildet dort die aktive Schnittstelle zur Bindung der reaktiven Phosphors.

Wie funktioniert Phoslock (Bentophos in Deutschland)?

Sobald Phoslock (Bentophos in Deutschland) in eine Gewässer ausgebracht wird, wird das vorhandene Phosphat vom Lanthan zu nahezu unlöslichem Lanthanphosphat gebunden. Dadurch wird Phosphat im Bentonit eingeschlossen. Nach einiger Zeit (meist schon nach drei Stunden) ist das in einer Suspension ausgebrachte Phoslock (Bentophos in Deutschland) auf der Sedimentoberfläche abgesunken und bildet dort, solange noch nicht mit Phosphat abgebundene Lanthanionen vorhanden sind, eine chemische Barriere gegen das aus dem Sediment diffundierende Phosphat.

Wo wurde Phoslock (Bentophos in Deutschland) entwickelt?

Phoslock (Bentophos in Deutschland) wurde von Wissenschaftlern des staatlichen Australischen Forschungsinstituts CSRIO, unterstützt von der Wasser- und Flusskommission der westaustralischen Regierung und dem Swan River Trust, entwickelt. Der Grund für die Entwicklung von Phoslock (Bentophos in Deutschland) im Jahr 1994 war, um die enormen Phosphatbelastung in den Flüssen Swan und Canning einzuschränken.
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Ist Phoslock (Bentophos in Deutschland) umweltverträglich?

finlDSC04740-266.jpgJa, Phoslock (Bentophos in Deutschland) wurde umfangreichen Untersuchungen und ökotoxikologischen Tests in Australien, USA, China, Deutschland, Niederlanden und Neuseeland unterworfen. Die ausführlichsten Tests wurden in Neuseeland mit Algen, Jungfischen (Regenbogenforelle) und Wasserflöhen (Krebse) durchgeführt. Diese Organismen sind sehr empfindliche Indikatoren für Verunreinigungen oder Belastungen durch giftige Stoffe. Die Ergebnisse aus den Untersuchungen, durchgeführt nach den Verfahrensrichtlinien der NZ ERMA, zeigten, dass Phoslock (Bentophos in Deutschland) ein sehr kleines Risiko darstellt und daher als „nicht toxisch“ eingestuft wurde.
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Verwendung und Ausbringung von Phoslock (Bentophos in Deutschland)

Wie wird Phoslock (Bentophos in Deutschland) im Gewässer ausgebracht?

Phoslock (Bentophos in Deutschland) kann in kleineren Gewässern vom Ufer oder auf größeren Wasserflächen von einer Arbeitsplattform aus appliziert werden. Am Ufer wird Phoslock (Bentophos in Deutschland) in Wasser suspendiert und dann mit einer Feuerwehrspritze auf die Wasseroberfläche gesprüht. Auf einer Arbeitsplattform wird Phoslock (Bentophos in Deutschland) an Bord mit Seewasser angemischt und während der Fahrt über den zu behandelnden Bereich mit Hilfe eines Sprühbalken ausgebracht.
Das Wasser wird für eine Weile trüb-milchig, klärt sich aber schnell nach dem Absinken der Suspension. Währenddessen wird das Phosphat gebunden und abhängig von der ausgebrachten Menge Phoslock (Bentophos in Deutschland) bis zu den gewünschten Konzentrationen aus der Wassersäule entfernt.
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Wann ist der beste Zeitpunkt für die Ausbringung von Phoslock (Bentophos in Deutschland)?

Der optimaler Zeitpunkt zur Ausbringung von Phoslock (Bentophos in Deutschland) ist, sobald viel gelöster Phosphor im Wasser vorliegt. Phoslock (Bentophos in Deutschland) kann Phosphor nur reaktives ortho-Phosphat binden. Wurde das Phosphat inzwischen von Algen aufgenommen, wäre es zunächst für Phoslock (Bentophos in Deutschland) „unerreichbar“. Der Zeitraum in dem viel ortho-Phosphat im Wasserkörper vorhanden ist, ist das Ende der Vegetationsperiode des Phytoplanktons, in Europa im Herbst oder Winter. Dann liegen generell große Mengen des mineralisierten ortho-Phosphats frei im Wasser vor, welches mit Phoslock (Bentophos in Deutschland) sofort gebunden werden kann.

Wie oft muss Phoslock (Bentophos in Deutschland) appliziert werden?

Die Phoslock (Bentophos in Deutschland)-Behandlung setzt gewissermaßen die „ökologische Uhr“ des Gewässers zurück. So wird der Phosphatgehalt im Wasserkörper auf die Stufe, die das Gewässer vor langer Zeit inne hatte, heruntergesetzt.
Eine Kontrolle des Einzugsgebiets ist notwendig, um eine erneute Zufuhr von Nährstoffen in das Gewässer zu verhindern. In einigen Fällen kann das schwer realisiert werden, weil z.B. Oberflächenzuläufe aus landwirtschaftlichen Regionen, aus der Strassenentwässerung, Abwasser oder auch nur am Gewässer lebende große Vogelpopulationen immer wieder unkontrolliert Nährstoffe einbringen. Phoslock (Bentophos in Deutschland) kann so dosiert werden, dass lange Jahre vorhält; werden aber darüber hinaus neue Nährstoffe in das Gewässer eingetragen, wird erneut Phoslock (Bentophos in Deutschland) benötigt, um den überschüssigen Phosphor zu binden.

Wo wurde Phoslock (Bentophos in Deutschland) verwendet und wie wurde es ausgebracht?

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Phoslock (Bentophos in Deutschland) ist in mehr als 20 Ländern, wie Australien, Neuseeland, USA, Canada, Deutschland, Niederlanden, Groß Britannien, Polen, Singapur, Malaysia, Indonesien, Korea, Brasilien und Südafrika angewendet worden.

Zu den behandelten Gewässern gehören große Seen in Naturschutzgebieten, Trinkwasserreservoire, Baggerseen, Bewässerungskanäle, Dorf- und Stadtteiche, Golfteiche, Parkseen, Garnelenzuchtteiche und künstliche Nassgebiete.

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Welche behördliche Genehmigungen sind erteilt worden?

Genaue Angaben zu den Genehmigungen aus aller Welt zur Ausbringung von Phoslock (Bentophos in Deutschland) finden Sie auf der entsprechenden Seite.

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Hintergrundinformationen

Was bedeutet FRP, SRP oder ortho-Phosphat-Phosphor?

SA-Feb-02-071-266.jpgFRP und SRP sind die Abkürzungen für die englischen Begriffe Filterable Reactive Phosphorus (filtrierbarer reaktiver Phosphor) bzw. Soluble Reaktive Phosphorus (löslicher reaktiver Phosphor). Beide Begriffe sowie ortho-Phosphat-Phosphor werden für Dasselbe genutzt, nämlich für der Phosphor, der als anorganisches und damit reaktives Phosphat vorliegt. Nur dieses kann z.B. von Algen als Nährstoffquelle genutzt werden.

Was bedeutet Eutrophierung?

Eutrophierung bedeutet eine Nährstoffanreicherung im Gewässer – normalerweise bezogen auf das übermäßige Phosphor- und Stickstoffgehalte im Gewässer. Da Phosphor als Nährstoff nur in sehr geringen Mengen notwendig ist, ist es sinnvoll mit der Begrenzung der Phosphor-Verfügbarkeit die Belastung eines Gewässers zu kontrollieren.
Abgesehen von übermäßigem Algenwachstum kann die Eutrophierung in einem Gewässern zu Verarmung der Artenvielfalt und in Folge auch zu massenhaften Fischsterben führen. So verunreinigte Gewässer bilden ein großes Risiko für die Gesundheit von Mensch und Tier (Blaualgenblüten).

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Welche Möglichkeiten zur Algenbehandlung gibt es?

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Es gibt eine Vielzahl Möglichkeiten übermäßiges Algenwachstum in Gewässern zu bekämpfen. Dazu gehören auch Wasseraustausch, Sedimententnahme, Einsatz von Algiziden, den Wasserkörper mit Eisen- , Aluminiumsalzen oder mit Phoslock (Bentophos in Deutschland) zu behandeln.

Die Entnahme belasteter Sedimente kann in Bezug auf die Phosphorverringerung eine effektive Maßnahme sein. Es ist aber auch ein erheblicher Eingriff in den Lebensraum z.B. vorhandener benthischer Organismen und meistens sehr teuer!

Der Einsatz von Algiziden ist nur eine sehr kurzfristige Maßnahme, weil das Phosphat, nachdem die Algen abgestorben sind, sofort wieder für das Algenwachstum zur Verfügung steht. Außerdem ist größte Vorsicht geboten, weil mit den Algiziden u.U. gefährliche Toxine in das Gewässer gelangen können, die den ganzen Lebensraum und seine Organismen beinträchtigen können. Die meisten Algizide basieren auf kupferhaltige Wirkstoffe, die als nicht umweltverträglich bezeichnet werden müssen. In vielen Ländern ist die Verwendung vieler dieser kommerziell vertriebenen Präparate verboten.

Aluminium- und Eisensalze, häufig verwendet in der Abwasserbehandlung und bei der Restauration von Gewässern, sind zwar günstig, aber der so gefällte Phosphor nur labil gebunden. Dieser kann von Bakterien leicht wieder freigesetzt werden, so dass bald eine erneute Behandlung notwendig wird. Aluminium- und Eisensalze sind außerdem empfindlich gegen pH- oder Redoxpotential-Änderungen, so dass gefällte Phosphate unter den entsprechenden Veränderungen der Umgebungsbedingungen wieder gelöst werden.
Für eine Phosphatfällung sind sehr große Dosierungen notwendig. Diese Mengen können den pH im Gewässer stark absenken und den Ionenhaushalt beeinflussen und so empfindliche Organismen schädigen. Phoslock (Bentophos in Deutschland) dagegen senkt hohe Phosphatkonzentrationen ohne die oben genannten Nachteile ab.

Was ist Lanthan?

Lanthan ist Element mit dem chemischen Symbol La und der Atomzahl 57. Es gehört zur dritten Gruppe der Periodentafel und ist eines der Lanthanoiden. In reiner Form ist es ein silbern schimmerndes, weißes metallisches Element.
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Was ist Bentonit?

Bentonit ist eine natürliche Kleierde, bestehend aus Smektiten sogenannten Schichtsilikaten. Es gibt verschiedene Typen des Bentonits, deren Bezeichnung von den dominanten Alkalimetallen wie Kalium, Natrium und Kalzium abhängt.
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