Anwendungen
Bitte beachten Sie, dass das international unter der Bezeichnung “Phoslock” vertriebene Produkt in Deutschland ausschließlich unter der Bezeichnung „Bentophos“ und von der Bentophos GmbH vertrieben wird.

Phoslock/Bentophos-Anwendung (Voruntersuchungen)

Eine Phoslock (Bentophos in Deutschland)-Anwendung in einem Gewässer muss sorgfältig geplant und erfordert eine bestimmte Vorgehensweise. Dies beinhaltet auch die Bestandsaufnahme über die Situation eines Gewässers, die Anwendung selbst und Nachuntersuchungen zur Erfolgskontrolle.

Voruntersuchungen

sampling-water1.jpg Vor einer Phoslock (Bentophos in Deutschland)-Behandlung ist es wichtig, Kenntnisse über den Wasserkörper und das Sediment eines Gewässers zu gewinnen. Untersuchungen der chemischen, physikalischen und biologischen Eigenschaften des Gewässers (Wasser, Sediment und auch Einzugsgebiet) erzeugen Verständnis für die Probleme des Gewässers und geben Auskunft darüber, ob eine Phoslock (Bentophos in Deutschland)-Anwendung eine geeignete Maßnahme zur Restauration des Gewässers wäre.

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Wichtig sind Kenntnisse über die Ursachen erhöhter Nährstoffgehalte in einem Gewässer. Sind interne oder externe Quellen dafür verantwortlich? Phoslock (Bentophos in Deutschland) könnte in beiden Fällen eine effektive Maßnahme sein, wäre z.B. durch ein ständigen phosphatreichen Zufluss in seiner Effektivität begrenzt. Unter diesen Umständen könnte eine kontinuierliche Zugabe von Phoslock (Bentophos in Deutschland) die Probleme reduzieren, bis die externen Nährstoffquellen „beseitigt“ sind.

Phoslock Europe ist in der Lage eine Restaurationsmaßnahme von Beginn der Planung bis zu den abschließenden Arbeiten zu begleiten. Eine Bestandsaufnahme Vorort durch unsere limnologisch geschulten Mitarbeiter bei der Probenahme am Gewässer und die Untersuchungen des Wassers und des Sediments im Labor, sowie ein zusammenfassendes Angebot für die Restaurierungsmaßnahme gehören zu unserem Maßnahmenpaket. In den meisten Fällen werden diese Vorarbeiten im Zuge einer erfolgten Applikation ohne Berechnung durchgeführt. Umfangreiche Vor- und Nachuntersuchungen bilden einen integralen Bestandteil des Restaurations-Programms.

Bathymetric-Map.jpgAufarbeitung vorhandener Daten

Zuerst sollten evtl. verfügbare Daten über das Gewässer ermittelt werden. Viele Gewässer sind regelmäßig mit einem ausreichenden Parameterumfang untersucht worden oder unterstehen einer behördlichen Überwachung. All diese Daten können Auskunft über die Situation des Gewässers geben und bieten eine Hilfestellung bei der zu erstellenden Expertise.

Bathymetrische Daten z.B. erleichtern die Berechnung des Wasservolumens und des Tiefenprofils. Die Aufenthaltszeit des Wasserkörpers bzw. die Durchflussrate des geben Auskunft über das Wasservolumen, welches ständig ausgetauscht wird und somit Hinweise die Nachhaltigkeit einer Restaurationsmaßnahme geben könnte.

Sind diese Daten nicht verfügbar, müssen diese im Zuge der Voruntersuchungen ermittelt werden.

Probenahme, Wasser- und Sedimentuntersuchungen

Nach der Auswertung der vorhandenen Daten, wird mindestens ein Vorortbesuch notwendig, um sich ein Bild von der Gewässersituation zu machen, Tests durchzuführen und Wasser- und Sedimentproben zu entnehmen.

Viele Wasserparameter können während eines Jahres oder eines Zeitraumes unterschiedlich ausfallen. Daher ist es oft notwendig, mehrere Untersuchungen am Gewässer durchzuführen, um z.B. Wasserstandsänderungen, lokale Unterschiede der Probenahmestellen und unterschiedliche Tiefen in verschiedenen Perioden bzw. Jahreszeiten berücksichtigen zu können.

Einige Parameter wie z.B. pH, Sauerstoff, Leitfähigkeit und Redoxpotential müssen Vorort ermittelt werden. Für Untersuchung chemischer (z.B. Nährstoffe, Ionen) und biologischer Parameter, wie Phyto-, Zooplankton und Benthos werden Proben während des Besuchs am Gewässer entnommen und im Labor analysiert.

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In den meisten eutrophierten Gewässern ist das Sediment stark organisch belastet und fungiert als Nährstoffreservoir z.B. für Algen. Wie groß das Reservoir ist und wieviel Nährstoff aus dem Sediment Algen zur Verfügung steht, kann nur durch Sedimentuntersuchungen im Labor ermittelt werden.

Dafür werden Sedimentproben mit einem Sediment- Stechrohr oder auch mit einem Ekmann Birge Sedimentgreifer (siehe Foto oben) entnommen und im Labor auf Trockengewicht, organischen Gehalt (Phosphor und Stickstoff) und Metalle (Kalzium, Aluminium, Eisen, Mangan) untersucht.

Manchmal sind weitergehende Untersuchungen der Phosphorverfügbarkeit eines Sediments notwendig. Dafür werden Proben einer Sedimentfraktionierung nach Psenner unterzogen, um eine genaue Kenntnisse über das Phosphor-Rücklosungspotential eines Sediments zu gewinnen.

Dosisberechnung und Applikationsplanung

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Erst nach Datenerfassung, Probenahme und anschließender Analyse der Wasser- und Sedimenteigenschaften kann eine Abschätzung zur Gewässerrestaurierung mit Phoslock (Bentophos in Deutschland) erfolgen. Stellt sich heraus, dass eine Phoslock-Anwendung für das entsprechende Gewässer geeignet ist, dann wird ein Angebot, welches den Restaurierungsplan und die Kostenaufstellung enthält, für den Auftraggeber erstellt.

Das Angebot enthält die benötigte Phoslock (Bentophos in Deutschland)-Menge, einen Plan über die geeignete Vorgehensweise für die Applikation, mit Zeitraum, Dauer und der verwendeten Applikationsmethode. Abhängig von der Situation im Gewässer kann Phoslock (Bentophos in Deutschland) auf die Oberfläche gesprüht oder direkt in das Hypolimnion, in dem häufig sehr hohe Phosphatkonzentrationen zu finden sind, injiziert werden.

 

Das Angebot enthält die benötigte Phoslock (Bentophos in Deutschland)-Menge, einen Plan über die geeignete Vorgehensweise für die Applikation, mit Zeitraum, Dauer und der verwendeten Applikationsmethode. Abhängig von der Situation im Gewässer kann Phoslock (Bentophos in Deutschland) auf die Oberfläche gesprüht oder direkt in das Hypolimnion, in dem häufig sehr hohe Phosphatkonzentrationen zu finden sind, injiziert werden.