Anwendungen
Bitte beachten Sie, dass das international unter der Bezeichnung “Phoslock” vertriebene Produkt in Deutschland ausschließlich unter der Bezeichnung „Bentophos“ und von der Bentophos GmbH vertrieben wird.

Phoslock/Bentophos-Anwendung

Sobald alle Voruntersuchungen durchgeführt worden sind und die Entscheidung zur Phoslock (Bentophos in Deutschland)-Anwendung gefallen ist, können die Vorbereitungen zur Behandlung des Gewässers beginnen.

Logistik

Crane and Phoslock bulk bagsphoslock-on-field.jpg

Eine wichtiger Punkt ist die Anlieferung der benötigten Phoslock (Bentophos in Deutschland)-Menge an das zu behandelnde Gewässer.

Die Phoslock Europe GmbH hält ständig 300 bis 400 Tonnen Phoslock in Antwerpen in Belgien bereit. Kleinere Mengen Phoslock (Bentophos in Deutschland) werden aber auch an anderen Orten in Europa vorrätig gelagert.

Von Antwerpen aus kann Phoslock (Bentophos in Deutschland) innerhalb von 1-3 Tagen zu jedem Ort in Europa transportiert werden. Abhängig von der Größe des Gewässers und Phoslock (Bentophos in Deutschland)-Menge kann es entweder in Bulkbags (je 1 Tonne) oder in 25 kg Säcken (Palette mit je 42 Säcken zu 1,05 Tonnen) ausgeliefert werden.

Applikationssysteme

Phoslock applied from pontoonPhoslock applied from large pontoon

Die meisten Phoslock (Bentophos in Deutschland)-Applikationen wurden von der Phoslock Europe GmbH oder der Bentophos GmbH durchgeführt. Dabei wurden eigene Applikationssysteme verwendet. Die Systeme bestehen aus einem Venturi-Mischvorrichtung, einem Vorratsbehälter aus dem das Phoslock dosiert wird und einer manövrierbaren Arbeitsplattform.

Zur Herstellung der Suspension wird Wasser aus dem Gewässer gepumpt und durch das Mischsystem als Gemisch über einen Sprühbalken über das Gewässer verteilt.

Die Phoslock (Bentophos in Deutschland)-Ausbringung ist GPS gesteuert. Damit wird gewährleistet, dass die Suspension gleichmäßig über das Gewässer verteilt wird.

Die Größe der Arbeitsplattform kann durch ihre modulare Bauweise, je nach Anforderung durch Gewässergröße und Ausbringungsmenge, angepasst werden.

Phoslock loaded onto pontoon by frontend loaderPhoslock big bags loaded onto large pontoon by crane

Bei Restaurationsprojekten in den mehr als 100 Tonnen Phoslock (Bentophos in Deutschland) ausgebracht werden müssen, werden 1 Tonnen Bulkbags verwendet. Mehr als 10 Tonnen Phoslock (Bentophos in Deutschland) können von der Arbeitsplattform während einer Ausbringungsfahrt appliziert werden. Dafür kommt ein Kran auf der Plattform zu Einsatz, mit dessen Hilfe das Material aus den Bulkbags in den Vorratsbehälter umgefüllt wird. So können bis zu 50 Tonnen Phoslock (Bentophos in Deutschland) pro Tag auf einem Gewässer verteilt werden. Sind größeren Applikationsraten notwendig, können auch mehrere Systeme gleichzeitig betrieben werden.

Die Beladung der Arbeitsplattform erfolgt mit Hilfe eines Radladers, einem Förderband oder wie bei großen Applikationen geschehen, per Kran.

Für sehr kleine Anwendungen sind kleine Mischsysteme verfügbar, um die Phoslock (Bentophos in Deutschland)-Suspension vom Ufer aus auf das Gewässer zu sprühen.

Applikationsstrategien

Gps tracking system at Phoslock applications

Die Applikation selbst kann je nach Anforderungen an den Gewässertyp angepasst werden. Mit Hilfe des GPS und Tiefensonar können bestimmte Bereiche eines Gewässers gesondert behandelt werden, z.B. wenn eine größere Menge Phoslock (Bentophos in Deutschland) in Arealen mit höherer Phosphorbelastung im Wasser oder Sediment ausgebracht werden muss.

Außerdem ist es möglich, Phoslock (Bentophos in Deutschland) nicht nur auf der Wasseroberfläche, sondern auch in das Tiefenwasser eines Gewässers zu applizieren. Während der Stratifikationsphase im See kann es notwendig werden, Phoslock (Bentophos in Deutschland) direkt in das hoch phosphatbelastete Hypolimnion zu injizieren oder nur das Sediment mit Phoslock (Bentophos in Deutschland) zu behandeln.

Nachuntersuchung

Water samples in boat

Im Anschluss an eine Phoslock (Bentophos in Deutschland)-Applikation wird ein Gewässermonitoring zur Erfolgskontrolle durchgeführt. Dies ist notwendig, um die Verbesserung im Gewässer belegen zu können und um zu prüfen, ob die gestellte Prognose für das Gewässer eingetreten ist.

In den Nachuntersuchungen werden dieselben Parameter wie in den Voruntersuchungen geprüft. Diese Untersuchungen umfassen Vorortparameter sowohl Sauerstoff, Leitfähigkeit und pH als auch Nährstoffe, Ionen und biologische Indikatoren, wie z.B. Chlorophyll.

Die Beprobungen erfolgen innerhalb eines Jahres nach der Applikation. Abhängig von der Größe und Tiefe des Gewässers können auch mehrere Proben an verschiedenen Stellen und in unterschiedlichen Tiefen entnommen werden.

Auch eine Sedimentprobe wird zum Abschluss der Maßnahme im Labor untersucht.

Im Abschluss des Nachuntersuchungsprogramms wird ein Bericht über die Restaurierung für den Auftraggeber der Maßnahme erstellt.